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(M)eine Woche(n)


Über (m)einem Tag berichtete ich ja bereits. Jetzt etwas "breiter".

Ich weiß, dass Das, was ich schreiben werde, NICHTS bewirken wird, aber - es "von der Seele" geschrieben zu haben tut ja auch schon mal gut.

Vorab - so etwas wie Das, was ich jetzt schreiben werde, kann ich NUR im "betäubten" Zustand - es ist gleich sechs Uhr morgens, also sind die "Betäuber" die Pillen. Die Orangenen. 2x25mg.
Wie Die NOCH wirken, dazu gleich mehr.

Der Anlass, Das JETZT zu schreiben, ist eine Mitteilung, die ich gerade gelesen habe. Eine Mitteilung, die an sich KEINE Ablehnung ist, aber auf mich GENAU SO wirkt.

Die Folge - ich hatte wieder eine heftige und lange (~½ Stunde) HeulAttakke, die ich medikamentös beenden musste.

Menschen sind Absagen gewohnt, und tun sich daraus meist nicht allzu viel.

Ich KANN mich daran aber NICHT gewöhnen. Auch, weil mir Die Alternativen, worauf Menschen im Falle einer Absage zurückgreifen, gänzlich fehlen. Sagt mir Person A ab, KANN ich mich - mit meinem Problem - NICHT an Person B wenden, weil es sie - für mich - schlicht nicht gibt.

Oder erst nach Wochen...

Bei mir sind Treffen auf Menschen - zwecks "Konversation" - wie bei Menschen die Arzt- und WerkstattTermine - sie liegen "relativ" vereinzelt in "relativ" weiter Zukunft. Das heißt: Mein Leben ist ein "Wartesaal" - ein Warten auf "relativ" wenige Treffs in ABSOLUTER Zukunft.
Ein "JETZT" ist also sogut wie NIE.

Ob Das in einem Zusammenhang dazu steht, dass ich in der fernen Zukunft liegende Termine NICHT wahrhaben will - nicht also ins Bewusstsein rufen - , bleibt hier und heute ungeklärt - sprechen will ich hier darüber nur insoweit, dass es so etwas wie eine zusätzliche Belastung für meine Psyche darstellt. Und zwar so:

Ich habe seit Jahren viel zu hohen RuhePuls. Ich hatte darüber "meinem" Hausarzt berichtet. Der stellte mir einen Überweisungsschein aus und sagte:
Das muss ein Herzspezialist klären.

In der entsprechenden Praxis stellte sich heraus, dass der nächstverfügbare Termin in 10½ Monaten ist. Ich belächelte dies nur, und "staute" den Terminzettel weg.
"Aus den Augen, aus dem ..." - Bewusstsein.

Noch im Mai hatte ich ihn kurz noch in der Hand, aber auch 2 Monate sind für mich eine "Absage", also will ich Dessen NICHT bewusst sein.

Drei Tage NACH dem Termin fiel mir ein, dass es doch "einen gleich" geben sollte.

Ich schrieb's als "hat nicht sein sollen" ab, zumal es naheliegt, dass meine Herzprobleme EINZIG psychische Ursachen haben, und überlasse all die Arzttermine zukünftig Menschen, die leben WOLLEN, und somit auch warten und bangen wollen. Ich will's ja nicht - weder noch. Denn, wer würde schon ein Leben leben wollen, das NUR aus Warterei besteht?! Am Ende doch nur Warterei auf das Ende davon.

Warterei in WOCHEN und MONATEN, und Warterei darauf, sich auch mal - kurz -erträglich fühlen zu können, ohne sich dafür betäuben zu müssen! KURZ!, um dann gleich wieder NUR WARTEN zu müssen.

Genau Das macht den überwiegenden Teil meiner HaltLosigKeit im Leben aus, den Gewichtigsten davon jedoch die Tatsache, dass es NIEMAND zu verstehen scheint.

Zumeist werd' ich schlicht "vom Hofe gejagt", und wenn's mal netter ausfallen soll, "vertagt" und vertröstet. Genau damit komme ich zunehmend NICHT mehr klar. Damit, dass ich nahezu regelmäßig "Substanzen" konsumieren MUSS, um mein Leben und somit auch mich selbst irgendwie noch ausstehen zu können.
"Ich SOLL ja leben", wie's so heißt.

Nur, jene Substanzen haben's "dicke drauf" - Die, die auf meine Psyche beruhigend wirken sollen.

Einer fragte mich mal: Hat der Hausarzt Die verschrieben?

"Natürlich nicht," antwortete ich " - die Mädels hinter dem Empfangstresen taten's!"

In der Tat - die Pillen, die ich zur "Sedierung" nehme, sind NICHT dafür gedacht - ich wurde mit Den "bekanntgemacht" als mit einem "schlafanstoßenden" Mittel. DAS tun sie - bei mir - jedoch schon SEHR LANGE nicht mehr - schlafeinleitend wirken sie nur, wenn man psychisch stabil ist.
War ich zuletzt Ende April.

Was bewirken sie nun? "BEI MIR", muss unbedingt dazugesagt werden - es ist kein Geheimnis, dass Autisten wie ich auf Präparate ANDERS reagieren als "Menschen".

Mich machen sie apathisch - vor Allem gegenüber mir selbst - und bewirken somit die "Leck-mich-am-A"-Stimmung, die gewiss MANCHMAL nützlich wäre. Ich muss sie aber JEDEN TAG nehmen! Und das NUR, weil mir der Kontakt zu Menschen verwehrt bleibt. NUR nach Warteliste(n) von Statten geht. Und, überhaupt NUR durch Diejenigen zustandekommt, die "gewissermaßen" MÜSSEN.

Diese Pillen bringen auch Appetitlosigkeit mit sich, was, gepaart durch meine Apathie mir selbst gegenüber, zu der ordentlichen Mangelernährung führt. Aber auch DAS MUSS mir egal bleiben - sonst wäre es NOCH EINE Zusätzliche psychische Belastung mehr - es interessiert sowieso NIEMANDEN, wie's mir (körper-)gesundheitlich geht - mich selbst am allerwenigsten.

Und diese Pillen machen, da sie ja genau da ansetzen, wo der Körper davon abgehalten werden soll, "aus einer Mücke einen Elefanten zu machen" - es ist ein Antihistaminikum ("gegen" allergische Reaktionen also) - die Möglichkeit zunichte, auch NUR IRGENDETWAS genießen zu können.

Ein Leben ohne Genuss ist jedoch für niemanden lebenswert. Es stellt sich ununterbrochen die Sinnfrage, das ständige Leid überhaupt erst ertragen zu MÜSSEN. Denn, ich MUSS ALLES (tun), und "darf" NUR warten.

Ich muss mich zum Essen zwingen, zum Aufstehen und zum "zu Bett Gehen". Letzteres mit ANDEREN Pillen, die AUCH NICHT dafür vorgesehen sind, aber mich zuverlässig "abschießen".

Ich muss die Wahrnehmung meines Lebens ständig ausschalten - ich muss MICH ständig AUSSCHALTEN!

NUR daher auch meine Schrifte- und Skripterei (das Programmieren).

"Was ist ein Leben wert, das nur im Vollrausch zu ertragen ist?", war die dringende Frage bereits weit VOR einem Jahr, und floss so mehrfach in meine Schriften ein.

Es hat sich also - grundlegend - NICHTS geändert - ich habe anderthalb Jahre umsonst gewartet. Gewartet auf - "versprochene", gelobte - Besserung.

Wenn ich auch nur daran denke, wird mir nicht nur speiübel, sondern ich bekomme auch noch einen körperlichen Schwächeanfall.
Es geht also richtig TIEF!

Das ist aber meine REALITÄT!

Also bloß nicht daran denken -
an diese REALITÄT!!!

Woran aber dann denken???

An das IMMER NUR Warten-Müssen?

Und so schwindet langsam auch die allerletzte Hoffnung...


Das Schlimmste: Die Menschen gehen - wenn überhaupt - mit meinen psychischen Bedürfnissen um, als ob es dort dadrum ginge, WANN "mein Haus" die Dreifachverglasung bekommt. Und "im Eifer des Gefechts" geht DIE Tatsache hoffnungslos unter, dass "mein Haus", und zwar seit JAHREN, GAR KEINE Verglasung HAT!

Warum das so ist, sei dahingestellt - es erklärt sich bereits damit, dass es NIEMANDEM besser ginge, wenn es mir besser gehen würde - davon gehen - ganz klar - ALLE aus. Und GENAU DAS reicht.

Gestern, am Mittwoch, hatte ich - tatsächlich auch - einen pillenfreien Tag - die Wirkung eines Gesprächs am Vortag hielt - positiv - an. Ich nutzte die Gelegenheit, um Was mit "Wollen" zu essen - geht sonst nie. Und ich dachte nach - mit "klarem Kopf". Es kam DAS dabei rum:

Es liegt NICHT an mir, und ich kann's auch nicht "an Menschen liegen tun".

"Ursache-Wirkung" gilt nur in abstrakten Welten, und die gibt es nicht - man stellt sie sich nur vor. Was es gibt, ist die "ZusammenPassendHeit" - die Kom-pa-ti-bi-li-tät - nicht ganz zu 100%, aber doch. Die gibt es aber nicht für mich. Von meiner Seite schon, aber NIE auch nur irgendwie andersherum.

Würde mein Gehirn es ENDLICH auch "fressen", hätte ich Ruhe. Tut's aber nicht - im Gegenteil - es zwingt mich geradezu zu den Menschen.

Gestern war ich dann bei .regional. Bekam 'ne dicke Klatsche. Und 'ne Heulattacke. Selber schuld - woher überhaupt die Annahme, man würde helfen WOLLEN?! Vom Hofe jagen will man nur ...

Liebes Gehirn, wann lernstu's endlich, dass uns NIEMAND sehen will?!


Ich zieh' die Fäden zusammen mit etwas Formelmäßigem:

Ein Leben ist ein Leben, wenn man darin Halt hat. Wenn man sehen kann, dass das Leben Einen "will".
Und jemand sonst dieses Leben.

Mich will mein Leben ganz offensichtlich nicht, und schon gar nicht auch nur Irgendjemand dieses (mein) Leben.

Halt an positiven Ereignissen, Halt an guten Menschen, Halt an richtig wirkenden Substanzen - das sind alles "Hälter", die mir verwehrt bleiben (werden).

Und so will ich nicht leben - wieso könnt'ich auch?!

Ich kann mein Leben NUR ERDULDEN.

So wie Deutschland mich...

Aber: Wie lange noch?